Zersetzungstest: Was passiert mit einer Pilzmyzel-Urne im Boden? (Der 12-Monats-Praxistest mit sechs Urnen)
Wir vergraben sechs Evig-Urnen aus Pilzmyzel und Hanf und dokumentieren die Zersetzung im Boden über drei bis zwölf Monate – der Praxistest zur biologisch abbaubaren Urne für naturnahe Bestattungen.

Eine Urne muss nicht für immer bleiben.
Was, wenn ein Abschied nicht nur das Ende eines Lebens markiert, sondern auch der Anfang von etwas Neuem sein kann – wenn die Urne selbst nicht dauerhaft bestehen bleibt, sondern langsam wieder in den Kreislauf der Natur zurückkehrt?
Genau dafür steht Evig: eine Urne aus Pilzmyzel für naturnahe Bestattungen, die nach der Beisetzung ihren Weg zurück in den Kreislauf findet.
Denn nicht jede Urne, die im Handel als naturnah oder umweltfreundlich beworben wird, hält, was der Name verspricht – und nicht jede natürliche Urne ist automatisch die nachhaltigere Wahl. Noch immer werden viele Urnen aus Kunststoff oder Metall hergestellt: Materialien, die sich im Boden über Jahrzehnte kaum verändern und nach Ablauf der Ruhezeit ausgegraben und entsorgt werden müssen. Und selbst Urnen aus Massivholz, die irgendwann tatsächlich verrotten, brauchen für ihre Herstellung oft viel Rohholz und aufwendige Verarbeitung – ökologisch also auch kein Selbstläufer.
Daneben gibt es längst eine ganze Reihe weiterer naturnaher Alternativen: Urnen aus Papier, aus gepressten Spelzen oder aus ungebranntem Ton zum Beispiel. Auch sie gelten als biologisch abbaubar – wie schnell und wie zuverlässig sich das jeweilige Material tatsächlich zersetzt, hängt jedoch genauso von Boden, Feuchtigkeit und Verarbeitung ab wie bei Evig.
Klappt die Zersetzung nicht rechtzeitig, hat das ganz praktische Folgen.
Urnengräber werden in Deutschland je nach Friedhof meist nach 10 bis 25 Jahren wieder freigegeben. Ist eine Urne bis dahin nicht zersetzt, wird sie ausgegraben und an anderer Stelle erneut beigesetzt – der eigentliche Gedanke, der Erde etwas zurückzugeben und eine Totenruhe zu gewährleisten, geht dabei verloren. Je zuverlässiger und je schneller sich eine Urne also zersetzt, umso besser können wir auch den letzten Weg im Einklang mit der Natur gestalten. Genau das wollen wir mit unserem Test für Evig konkret überprüfen, statt es nur zu behaupten.
Unsere Urne wächst aus Pilzmyzel und Hanf. Innerhalb weniger Tage entsteht daraus ein stabiles, organisches Material, das während der Beisetzung einen besonderen Moment schafft und danach seinen Weg zurück in die Natur findet. Unter der Erde beginnt ein natürlicher Zersetzungsprozess, durch den Evig wieder Teil des Kreislaufs wird. Wir glauben, dass Abschied auch anders gedacht werden darf: naturverbunden, persönlich, zeitgemäß.
Aber was heißt das konkret, wenn eine Evig-Urne tatsächlich in der Erde liegt?
Wie schnell schreitet die Zersetzung voran, und welchen Einfluss haben Boden, Feuchtigkeit, Farbe oder die Art, wie die Asche in der Urne liegt?
Diese Fragen wollten wir nicht nur theoretisch und anhand bestehender Forschungen zu dem Material beantworten. Also haben wir sechs Evig-Urnen vergraben und beobachten sie über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie unser Test aufgebaut ist, was Studien und Behörden zum Thema biologisch abbaubare Urnen sagen – und was das für eure eigene Entscheidung bedeuten kann.
Von der Erde zurück zur Erde
Evig entsteht aus einem natürlichen Materialprozess. Das Pilzmyzel des Reishi-Pilzes durchwächst Hanffasern und verbindet sie zu einem stabilen Geflecht. Nach etwa fünf bis sieben Tagen hat sich daraus die Form der Urne gebildet. Anschließend wird das Myzel getrocknet und dadurch inaktiviert. Übrig bleibt ein leichtes, organisches Material mit einer lebendigen Struktur und einer besonderen, samtigen Haptik. So entsteht ein Werkstoff, der ganz ohne Kunststoffe, Klebstoffe oder chemische Zusätze auskommt – ein biobasierter Werkstoff, der sich im Boden zersetzen kann. Mehr dazu könnt ihr in unserem Blogbeitrag dazu lesen.

Bisherige wissenschaftliche Ergebnisse
Wie sich Pilzmyzel-Verbundwerkstoffe wie der von Evig im Erdreich verhalten, ist auch außerhalb von Evig ein aktuelles Forschungsthema. Eine Laborstudie zur Bodenverrottung von Myzel-Verbundwerkstoffen hat Myzel-Hanf-Proben unter kontrollierten Bedingungen im Boden vergraben und über 16 Wochen hinweg beobachtet. Das Ergebnis: Das Myzel als Bindemittel zersetzte sich zuerst, die Proben verloren in diesem Zeitraum im Schnitt 43 Prozent ihres Gewichts. Die Studie zeigt aber auch, dass die genaue Geschwindigkeit stark von Herstellungsverfahren, Materialzusammensetzung und Umgebungsbedingungen abhängt – also von genau den Faktoren, die wir mit unserem eigenen Test für Evig konkret nachvollziehen wollen.
Wir verstehen die Urne nicht als klassische, dauerhaft konservierende Hülle, sondern als Begleitung auf dem letzten Weg. Die Asche der geliebten Person soll nicht eingekapselt, sondern wieder freigegeben und Teil der Natur werden. Laborstudien zu vergleichbarem Myzel-Hanf-Material zeigen eine deutliche Zersetzung innerhalb weniger Monate. Wie schnell sich Evig im echten Boden zersetzt, soll unser Test zeigen.
Wie schnell das tatsächlich geht, hängt von den Bedingungen vor Ort ab:
Bodenbeschaffenheit,
Feuchtigkeit,
Temperatur.
Zwischen der Aussage „biologisch abbaubar“ und dem, was wirklich im Boden passiert, liegt ein Zeitraum, den wir besser verstehen wollten. Und das nicht im Labor, sondern dort, wo die Urne am Ende hingehört.

Warum wir den Zersetzungsprozess selbst untersuchen
Bei Evig geht es um einen anderen Umgang mit Abschied. Die Beisetzung soll den Kreislauf des Lebens schließen und der Natur etwas zurückgeben, das sie nährt. Ein emotionaler Gedanke – und gerade deshalb wollten wir genauer hinschauen, statt es bei Vermutungen zu belassen.
Bleibt die Form über Wochen stabil und zerfällt dann relativ schnell, oder beginnt die Veränderung schon kurz nach der Beisetzung?
Macht es einen Unterschied, ob die Asche in einem biologisch abbaubaren Aschebeutel liegt oder direkt mit dem Urnenmaterial in Kontakt kommt?
Evig lässt sich außerdem mit wasserbasierten Farben individuell gestalten – verhält sich eine bemalte Urne dabei anders als eine naturbelassene?
Unser Test soll uns bei diesen Fragen von der Theorie in die Praxis helfen und aufzeigen, dass eine schnelle Zersetzung wichtig für die Bodenbeschaffenheit ist.

Löcher graben für die Urnen 
Löcher graben für die Urnen mit Urne 
Urne im gegrabenen Loch mit Musteraschesack
Wie genau ist der Test aufgebaut?
Wir haben sechs Evig-Urnen unter möglichst vergleichbaren Bedingungen vergraben, alle im gleichen lehmig-sandigen Boden. Diese Bodenart haben wir nicht zufällig gewählt: Lehmig-sandiger Boden kommt auch auf Friedhöfen und in Bestattungswäldern vor. Unser Testboden bildet damit realistische Bedingungen für eine Beisetzung ab. Außerdem war unsere Entscheidung für einen einheitlichen Boden auch dehalb bewusst: Wir wollen nicht zehn Variablen gleichzeitig testen, sondern einzelne Unterschiede sauber sichtbar machen.
Bevor wir uns für diesen Standort entschieden haben, haben wir die Bodenart mit zwei einfachen, aber bewährten Feldmethoden bestimmt.

Für die Schlammprobe haben wir eine Bodenprobe in Wasser gegeben, kräftig geschüttelt und anschließend absetzen lassen: Die Reihenfolge und Dicke der Schichten, die sich dabei bilden, verrät den Anteil an Sand, Schluff und Ton im Boden. Zusätzlich haben wir die sogenannte Ausrollprobe gemacht: Feuchte Erde wird zwischen den Handflächen zu einer dünnen Rolle geformt. Lässt sich die Erde zu einem stabilen, glänzenden Röllchen ausrollen, deutet das auf einen höheren Tonanteil hin; bricht sie schnell auseinander oder krümelt, überwiegt der Sandanteil. Beide Tests zusammen haben unseren Boden als lehmig-sandig bestätigt.
Urne 1 | Modell-Asche | Aschebeutel aus Naturstoff | naturbelassen | Ausgrabung nach 3 Monaten
Urne 2 | Modell-Asche | Aschebeutel aus Naturstoff | naturbelassen | Ausgrabung nach 6 Monaten
Urne 3 | Modell-Asche | Aschebeutel aus Naturstoff | naturbelassen | Ausgrabung nach 9 Monaten
Urne 4 | Modell-Asche | Aschebeutel aus Naturstoff | naturbelassen | Ausgrabung nach 12 Monaten
Urne 5 | Modell-Asche | Aschebeutel aus Naturstoff | farbig pigmentiert | Ausgrabung nach vorraussichtlich 6 Monaten
Urne 6 | Modell-Asche | kein Aschebeutel aus Naturstoff | naturbelassen | Ausgrabung nach vorraussichtlich 6 Monaten
Urne 1 ist unsere Referenzurne: naturbelassen, mit Aschebeutel. Sie bildet den Ausgangspunkt für die erste Untersuchung. Die übrigen fünf zeigen uns danach, wo die Unterschiede liegen.

Was kommt eigentlich in die Urne?
Für den Versuch nutzen wir keine menschliche Asche, sondern eine eigens entwickelte Modell-Asche aus Muschelkalk und Löschkalk. Das ist uns auch aus Respekt wichtig und in Deutschland zum Glück auch nicht anders möglich. Dazu kommt ein praktischer Grund: Echte Kremationsasche ist chemisch komplex und von Mensch zu Mensch unterschiedlich zusammengesetzt – für einen kontrollierten Vergleichstest kaum geeignet. Uns geht es nicht darum, menschliche Asche exakt nachzubilden, sondern allen sechs Urnen dasselbe mineralische Ausgangsmaterial mitzugeben.
Auch der pH-Wert war uns wichtig. Wir haben vorab getestet, wie stark Löschkalk den pH-Wert verändert: In 100 Millilitern Osmosewasser ergaben 1,5 Gramm Löschkalk einen pH-Wert von rund 12. Auf das Fassungsvermögen unserer Urne, sind das rund 65 Gramm Löschkalk. Kein exakter Abgleich mit echter Kremationsasche also, sondern eine standardisierte Dosierung, mit der wir sauber vergleichen können.

Dass der pH-Wert im Boden überhaupt eine Rolle spielt, ist kein Zufall. Das Umweltbundesamt hat untersuchen lassen, ob von Kremationsasche in Bestattungswäldern eine Gefahr für Böden und Grundwasser ausgeht. Das Ergebnis: Die Beisetzung biologisch abbaubarer Urnen gilt grundsätzlich als unbedenklich – sofern drei Faktoren berücksichtigt werden: der pH-Wert des Bodens, der Abstand zum Grundwasser und eine mögliche Schwermetallvorbelastung des Standorts.
Wie Kremationsasche im Detail mit Boden und Grundwasser interagiert, hat außerdem ein Forschungsteam der Uni Kiel im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt über mehrere Jahre untersucht – mit Bodenproben von sechs verschiedenen Friedhöfen und unterschiedlichen Bodentypen, darunter ebenfalls lehmige und sandige Böden. Auch das war für uns ein Grund, unseren eigenen Test nicht im Labor, sondern unter alltagsnahen Bedingungen durchzuführen.
Warum der Aschebeutel eine Rolle spielt
Evig wird standardmäßig mit einem Aschebeutel aus einem Naturstoff angeboten. Der Gedanke dahinter:
Wenn schon die Urne Teil des natürlichen Kreislaufs werden soll, dann sollte auch die Asche darin diesen Weg gehen können.
Herkömmliche Aschekapseln brauchen dagegen deutlich länger, bis sie sich zersetzen. Viele von ihnen werden zwar als „kompostierbar“ beworben – das bezieht sich aber in der Regel auf die industrielle Kompostierung: Unter kontrollierten Bedingungen mit rund 55 bis 60 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und gezielter Belüftung bauen sich solche Materialien innerhalb weniger Wochen ab. Im natürlichen Erdreich eines Friedhofs, ohne diese kontrollierten Bedingungen, kann derselbe Prozess dagegen deutlich länger dauern – teils mehrere Jahre.
Fünf unserer sechs Urnen enthalten die Modell-Asche deshalb in einem Aschebeutel. Bei der sechsten haben wir bewusst darauf verzichtet und die Asche direkt eingefüllt. So sehen wir, ob der direkte Kontakt zwischen Asche und Urnenmaterial die Zersetzung beeinflusst – oder ob das am Ende kaum einen Unterschied macht.
Evig Urne mit Aschekapsel Evig Urne mit biologisch abbaubarem Aschesack Evig Urne mit Aschekaspel und Hand
Beeinflusst Farbe den Zersetzungsprozess?
Jede Evig-Urne entsteht durch ihren Wachstumsprozess als Unikat, mit eigener Struktur, Haptik und Form. Zusätzlich lässt sich die Oberfläche individuell gestalten. Für unseren Test heißt das: Eine der Urnen mit Aschesack ist farbig pigmentiert, die übrigen bleiben naturbelassen. Nach voraussichtlich sechs Monaten vergleichen wir, ob die Farbe den Zersetzungsprozess erkennbar verändert.
Wenn Evig eine persönliche Gestaltung ermöglicht, muss diese sich auch mit dem Kreislaufgedanken vertragen.

Was passiert in den nächsten Monaten?
Der eigentliche Test beginnt erst nach dem Eingraben. Nach drei Monaten heben wir zuerst die Referenzurne aus und dokumentieren, wie stabil die Form noch ist, welche Veränderungen an der Oberfläche sichtbar sind, wie tief die Zersetzung schon in die Struktur vorgedrungen ist, wie sich der Aschebeutel verhalten hat und was sich im direkten Umfeld der Urne getan hat.
Ist die Urne dann noch weitgehend intakt, bleiben die restlichen fünf einfach weiter im Boden, und wir schauen im nächsten Drei-Monats-Rhythmus wieder nach: nach sechs, neun und zwölf Monaten.
180 Tage klingen nach einer festen Zahl, aber der Boden hält sich nicht an Kalender. Temperatur schwankt, Feuchtigkeit kommt und geht, Mikroorganismen arbeiten unterschiedlich schnell – je nach Wetter und Jahreszeit kann das Ergebnis ganz anders aussehen als erwartet.
Möglicherweise ist nach drei Monaten schon viel passiert. Vielleicht aber sieht die Urne noch fast unverändert aus, während sich im Inneren längst etwas getan hat. Genau das möchten wir dokumentieren und belegen, anstatt es nur zu vermuten. Sobald die Referenzurne weitgehend zersetzt ist, holen wir auch die übrigen Varianten aus der Erde und vergleichen sie.
Welche Bedeutung hat der Boden als Teil des Abschieds
Eine naturnahe Bestattung bedeutet nicht nur eine andere Urne, sondern auch einen anderen Ort: Wald, Erde, Pflanzen, Feuchtigkeit, Jahreszeiten – all das wird Teil des Abschieds. Wer sich für eine Beisetzung im Ruhewald oder FriedWald interessiert, findet über unsere Bestattersuche Partner in der Nähe.
Für den Test haben wir die sechs Urnen deshalb unter realistischen Bedingungen vergraben, in etwa 90 Zentimetern Gesamttiefe. Das orientiert sich an gängigen Werten für Urnenbestattungen, bei denen häufig rund 60 Zentimeter Erde über der Urne liegen (die genaue Tiefe variiert je nach Friedhof und Bestattungsart). So sind unsere Urnen ausreichend mit Erde bedeckt und die Bedingungen vergleichbar zu einer echten Bestattung.

Und was passiert, wenn es schneit?
Auch das gehört zu einem Test, der sich über zwölf Monate erstreckt: Im Winter ist der Boden streckenweise gefroren, die biologische Aktivität in der Erde kommt weitgehend zum Erliegen. Mikroorganismen, die für die Zersetzung verantwortlich sind, brauchen Wärme und Feuchtigkeit – bei Frost pausieren sie, statt weiterzuarbeiten. Das bedeutet für unseren Test: Je nachdem, in welche Jahreszeit die einzelnen Ausgrabungstermine fallen, kann der Zersetzungsprozess phasenweise langsamer verlaufen als in wärmeren Monaten.
Was wir mit dem Test lernen möchten
Nachhaltigkeit bei Bestattungsprodukten ist für uns kein Trendwort, sondern entscheidet am Ende ganz konkret darüber, was von einem Produkt im Boden übrig bleibt. Viele Urnen sind auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und zersetzen sich kaum oder erst nach Jahrzehnten. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die letzte Ruhestätte eines nahestehenden Menschen. Wir wollen mit unserem Test zeigen, dass es auch anders geht.
Neben der Frage, wann die Urne verschwunden ist, ist für uns auch spannend, wie genau sie sich zersetzt.
Wie verändert sich ein Material, das ursprünglich durch Wachstum entstanden ist?
Was bleibt am Ende übrig?
Und diese Erfahrungen wollen wir teilen, auch wenn wir noch nicht alle Antworten haben. Innovation heißt für uns nicht, schon alles zu wissen, sondern Fragen zu stellen und aus dem, was man beim Ausprobieren lernt, weiterzuentwickeln.
Und was möchtet ihr zurücklassen?
Wer über die eigene Bestattung oder die eines geliebten Menschen nachdenkt, stellt sich irgendwann diese Frage: Wie soll der letzte Weg aussehen? Eine klassische Urne, ein Ruhewald, ein Ort, der sich nach Natur anfühlt. Oder eine Urne, die gar nicht für die Ewigkeit gemacht ist – und die gerade deshalb etwas über das Leben erzählt.
Mit Evig haben wir eine Urne geschaffen, die organisch wächst statt am Fließband produziert zu werden. Sie entsteht von Hand, wird zu einem persönlichen Erinnerungsstück und findet nach der Beisetzung ihren Weg zurück in den Kreislauf. Unser Zersetzungstest ist ein Schritt auf diesem Weg: Statt nur zu behaupten, dass Evig sich zersetzt, zeigen wir es – mit Bildern, mit Beobachtungen und mit allem, was wir dabei lernen.
Fazit: Was ihr jetzt tun könnt
Der Zersetzungstest läuft über die nächsten zwölf Monate – wir werden also noch länger nicht alle Antworten haben. Was ihr aber schon heute tun könnt, wenn euch das Thema beschäftigt: Wenn ihr selbst über eine naturnahe Bestattung nachdenkt oder für einen geliebten Menschen eine Alternative zur klassischen Urne sucht, informiert euch in Ruhe über die Möglichkeiten, die es an eurem Wunschort gibt oder schaut euch unsere Urne Evig an. Und falls ihr offene Fragen habt, die dieser Artikel nicht beantwortet: Sprecht direkt mit uns – wir nehmen uns Zeit für euer Anliegen.
Rest in Pilz.
Möchtet ihr mehr über Evig und unsere Idee eines naturverbundenen Abschieds erfahren? Entdeckt die Evig-Urne, erfahrt mehr über unser Material und unsere Philosophie oder werft einen Blick in unsere FAQs. Folgt uns auf Instagram, um regelmäßige Updates zum Zersetzungstest und weitere Einblicke in unsere Arbeit zu erhalten.
FAQs zum Zersetzungstest
Wie lange dauert es, bis sich eine Pilzmyzel-Urne zersetzt?
Laborstudien zu vergleichbarem Material deuten auf einige Monate hin; belastbare Ergebnisse für Evig liefert unser Zersetzungstest. Wie schnell das im Einzelfall geht, hängt von Boden, Feuchtigkeit und Temperatur ab – genau das untersuchen wir mit diesem Test in der Praxis.
Sind biologisch abbaubare Urnen für Boden und Grundwasser unbedenklich?
Laut Umweltbundesamt gilt die Beisetzung biologisch abbaubarer Urnen als unbedenklich – und vorteilhaft im Vergleich zu herkömmlichen Urnen aus Kunststoff oder Holz – sofern Faktoren wie Boden-pH-Wert, Grundwasserabstand und Schwermetallvorbelastung berücksichtigt werden.
Was unterscheidet eine Urne aus Pilzmyzel für naturnahe Bestattungen von einer klassischen Urne?
Eine klassische Urne ist auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und besteht meist aus Metall, Keramik oder Biokunststoff. Eine Urne aus Pilzmyzel für naturnahe Bestattungen wie Evig ist dagegen bewusst vergänglich: Sie wächst aus natürlichen Rohstoffen und zersetzt sich nach der Beisetzung im Boden wieder. Es gibt auch andere Alternativen, die schnell vergänglich sind.
Kann eine Evig-Urne farbig gestaltet werden?
Ja, die Oberfläche lässt sich mit wasserbasierten Farben individuell gestalten. Im Zersetzungstest prüfen wir zusätzlich, ob sich eine bemalte Urne anders zersetzt als eine naturbelassene.
Wird die Asche direkt in die Urne gegeben oder gibt es einen Aschesack?
Evig wird standardmäßig mit einem Aschesack aus einem Naturstoff angeboten. In unserem Test prüfen wir zusätzlich, ob eine Urne ohne Aschesack sich anders zersetzt als eine mit Aschesack.
Wo kann ich eine Evig-Urne bestatten lassen?
Über unsere Bestattersuche findet ihr Partner:innen, die Evig anbieten, etwa für Friedhof-, Ruhewald- oder andere Bestattungsformen.
Wo finde ich die Ergebnisse des Zersetzungstests, sobald sie vorliegen?
Wir veröffentlichen die Zwischenstände laufend auf Instagram – von der ersten Ausgrabung nach drei Monaten bis zum Abschluss nach zwölf Monaten. Abschließend findet ihr die finalen Ergebnisse außerdem hier auf unserem Blog.


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