
Material
Evig by formorgen besteht aus Myzel, dem wurzelähnlichen Geflecht von Pilzen, und Hanfschäben, einem Nebenprodukt der Hanffaser-Gewinnung. Gemeinsam wachsen sie zu einer einzigartigen Form: Evig. Ihre natürliche Beschaffenheit verleiht unseren Produkten eine sanfte, organische Haptik und eine stille, greifbare Verbindung zur Natur.
Materialien aus der Natur
Das Besondere: Myzel wächst während der Herstellung durch die Hanfschäben und verbindet sie dauerhaft miteinander. So entsteht eine leichte, stabile und zugleich widerstandsfähige Struktur. Dass Myzel organisches Material ganz ohne zugesetzten Klebstoff binden kann, ist in der Forschung gut beschrieben. Auch wir setzen keinen Klebstoff, keine synthetischen Bindemittel und keine Beschichtungen ein. Das Einzige, was wir sonst noch in kleinen Mengen hinzufügen, ist Kaffeesatz einer regionalen Kaffeerösterei (Loppo aus Kiel) und ein wenig Kalk, um den pH-Wert zu optimieren. Nach dem Wachstum wird das Material schonend getrocknet. Dadurch wird das Myzel inaktiv und die Urne formstabil – ein übliches Verfahren bei Myzel-Werkstoffen.
Der Hanf stammt von Felde Fibres in Mecklenburg-Vorpommern. Wir verwenden die Schäben, also die holzigen Stängelteile, die bei der Gewinnung von Hanffasern als Nebenprodukt anfallen. So entsteht ein Werkstoff mit warmer Oberfläche und einer Struktur, die jedes Stück einzigartig macht. Trocken gelagert bleibt er stabil. Im Erdreich zersetzt er sich in ca. 180 Tagen. Wie schnell das genau geht, hängt von Boden, Feuchtigkeit und Temperatur ab.
Evig trägt diesen Gedanken in sich: gewachsen aus Hanf und Pilz, gemacht für den letzten Schritt im Kreislauf des Lebens.


Hanf
Eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit
Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde über Jahrhunderte vielfältig genutzt, von Textilien über Papier bis hin zu Baumaterialien. Im 20. Jahrhundert verschwand er jedoch fast vollständig: Im Zuge der weltweiten Drogenprohibition wurde er vielerorts verboten. In Deutschland war der Anbau von Nutzhanf bis 1996 untersagt, obwohl Nutzhanf kaum THC enthält und nicht berauschend wirkt. Heute wird Hanf wieder angebaut und vielseitig genutzt.
Hanf gilt als schonende Kulturpflanze, weil er im Anbau deutlich weniger Wasser braucht als zum Beispiel Baumwolle und ohne Herbizide oder Pestizide gut wachsen kann. Für Evig nutzen wir das Nebenprodukt in der Hanffasergewinnung, also wird kein Hanf nur für Evig angebaut.

Vision
Abschiede neu denken
Unsere Vision ist es, mit unserer Urne eine Bestattungsform zu ermöglichen, die so natürlich ist, dass sie den Angehörigen ein aufgehobenes Gefühl gibt und den Abschied bewusst gestaltet. Wir wollen den Tod entabuisieren und mit unserem hellen und modernen Design einen Dialog eröffnen, der uns erlaubt, auch im Alltag über den Tod zu sprechen und ihn als Teil des Lebens zu akzeptieren.
Unsere Erfahrung ist es, dass wir mit unserer Urne ein Gespräch eröffnen, welches nicht nur im Bestattungshaus geführt wird, sondern auch auf Festen, Veranstaltungen und Messen, die in erster Linie weniger mit dem Tod zu tun haben. Unsere Kundschaft ist erleichtert, sich auch außerhalb der Schwere der Trauer mit dem Tod auseinandersetzen zu dürfen und ihr einen Hauch Leichtigkeit zu ermöglichen.
Dafür stehen wir mit unserer Sprache, unseren Designs und unserer Vision.
Unsere Vision hält Evig.

